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Historie

Vor 100 Jahren

1918! An allen Fronten, im Westen, Osten und Süden tobten die grausigen Materialschlachten des ersten Weltkrieges. In der Heimat darbte die Bevölkerung. Die meisten Bäcker und Konditoren standen als Soldaten im Felde; die Daheimgebliebenen mühten sich nach besten Kräften, den stets hungrigen Mitmenschen das tägliche Brot zu backen. Kriegsbedingte Versorgungsschwierigkeiten gab es überall und auf allen Gebieten, nicht zuletzt beim Bezug von Hefe und Kohle. Diese Nöte fachten den in Münsters Handwerk seit Jahrhunderten erprobten Gemeinsinn an, etwas zu unternehmen, um mit den Engpässen in der Versorgung fertigzuwerden. Also ging man daran, wirtschaftliche Zusammen-schlüsse zunächst in loser Form zu bilden, und zwar eine Hefe- und Kohlengemeinschaft. Mit ihr machte man recht gute Erfahrungen. Die Überschüsse aus dieser Einrichtung dienten zum größten Teil der Finan-zierung von geselligen Anlässen, Gute-Montags-Feiern, Ausflügen, sozialen Zwecken, Ehrengaben und so weiter.


Zu Beginn des Jahres 1918 fasste der damalige Obermeister der Bäcker-Gilde Münster, Jakob Oellers, einen kühnen Entschluss. Er ließ eine Einladung an alle noch in der Heimat verbliebenen Bäcker- und Konditormeister zu einer Zusammenkunft in der Wirtschaft Küpper-Fechtrup ergehen. Etwa 50 Meister folgten dem Ruf. Schon vorher raunte man sich zu: „Vandage giff et wat ganz Besonderes!“ Und so war es auch, sogar außergewöhnlich. Als Hauptpunkt stand auf der Tagesordnung: Gründung einer Einkaufsgenossenschaft! Die stattliche Zahl der Erschienenen bewies, dass dieses Thema zündete. Das hatte auch seine realen wirtschaftlichen Hintergründe. Der Gedanke des Zusammenschlusses zu einer Einkaufsgenossenschaft drängte sich damals geradezu auf. Es liegen uns Berichte von alten, erfahrenen Genossenschaftsfreunden vor, wonach seinerzeit das Backgewerbe stark unter überhöhten Preisspannen und unreeller Verteilung von Waren zu leiden hatte. Kein Wunder, dass damals viele Betriebe verschuldet waren. Diesem Übelstand sollte nun durch gemeinsamen Wareneinkauf mittels einer Genossenschaft ein Ende bereitet werden.


Der wackere Obermeister Oellers legte in dieser ersten Zusammenkunft die damalige Lage klar und mit bei ihm gewohnter Überzeugungskraft dar. Dass die Zahl 13 längst nicht immer, wie der Volksmund meint, eine Unglückszahl ist, erwies sich in der Zukunft:


Gründung der Genossenschaft

13 Bäcker- und Konditormeister waren es, die am 12. April 1918 unsere Einkaufsgenossenschaft gründeten. Dass es keine Fehlgründung war, hat die weitere Entwicklung der Ebäcko bewiesen. Aus dem kleinen Pflänzlein ist im Laufe der Jahrzehnte, insbesondere nach dem zweiten Weltkriege, ein mächtiger Baum mit starkem Stamm und weitausladender Krone geworden. Aber darüber wird noch zu berichten sein. 

Die Namen der 13 Gründungsmitglieder seien nachstehend aufgeführt: Jakob Oellers sen., Johann Budde, Josef Dirks, Bernhard Hörstrup, Hermann Königkamp, Anton Krimphove, Bernhard Krimphove, Heinrich Krimphove, Heinrich Markfort, Louis Schelte, Josef Schmidt, Anton Weiling, Heinrich Willenborg. Ehre ihrem Andenken! 

Am 20. April 1918 fand die Eintragung in das Genossenschaftsregister beim Amtsgericht in Münster statt. „Das Fähnlein der 13 Aufrechten!“ blieb aber nicht lange allein. Nach und nach kamen immer mehr Mitglieder hinzu. Namentlich als der erste Weltkrieg am 9. November 1918 sein Ende fand und die Bäcker und Konditoren aus dem Felde zurückkamen, wurde die Genossenschaft merklich stärker.



Im Jahre 1918 gründeten 13 Bäcker- und Konditormeister die heutige Ebäcko. 1922 übernahm Hans Brinker bei mittlerweile 50 Mitgliedern die Leitung als erster hauptamtlicher Geschäftsführer.
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Ebäcko bewegt